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Sieh hin und hilf!

Arteriosklerose – Wie beugt man vor?

| Kategorien: Clubreport

Wo ist der kardiologische Zusammenhang?

Bei dem Besuch und dem Vortrag eines weltweit bekannten und renommierten Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgen rechnet man schon im Vorfeld mit der einen oder anderen bahnbrechenden Erkenntnis (auch für sich selbst). Da unsere Gesundheit  betreffende Zusammenhänge natürlich immer von sehr grundsätzlichem Interesse sind, stellte sich allerdings schon die Frage, warum eine Kapazität, wie unser Gast, ausgerechnet über Arteriosklerose (gemeinhin “Gefäßverkalkung und -verengung) referieren wollte. Aber dazu später mehr.

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Herr Prof. Dr. Axel Haverich von der Medizinischen Hochschule Hannover blickt auf eine beachtliche Vita zurück und bekannte zu Beginn seines Vortrages offen, dass er gewöhnlich lieber vor ausgesuchtem Fachpublikum referiert, da er so nicht all zu viel Energie dafür aufbringen müsse, teilweise komplexe Zusammenhänge anschaulich und verständlich zu erklären. Dabei liegt hier eine der absoluten Stärken unseres berühmten Gastes, nämlich auch dem relativ Unwissensenden seine Erkenntnisse und Botschaften zu erklären. Patienten von Prof. Haverich bestätigen regelmäßig, dass es ihm nachvollziehbar gelingt, “die Dinge so zu erklären, so dass man sie auch versteht”.

Und so leitete der Referent dann auch die Auflösung der oben aufgeführten Frage ein, warum seine  Konzentration auf diesen vermeintlichen Nebenkriegsschauplatz der Herz- und Gefäßchirurgie erfolgt: Arteriosklerose?

Erkrankungen, die auf Arteriosklerose zurückzuführen sind, sind lt. Prof. Haverich – nach wie vor – weltweit die häufigste Todesursache! “Und niemand weiß bis heute, wie Arteriosklerose genau entsteht”, so Haverich weiter. Die Aufmerksamkeit war nun endgültig auf Seiten des Vortragenden.

Feinstaub – Die unterschätzte Gefahr

Lange Jahre beschäftigte sich Prof. Haverich mit der Analyse und genauen Einordnung, der in der Schulmedizin gelehrten Risikofaktoren, die zur Arteriosklerose führen können. Nach fundierten Studien fand Haverich die Liste dieser Risikofaktoren (Dickleibigkeit, Rauchen, Stress usw.) als unvollständig heraus. Allein aus der Tatsache, dass weltweit aktuell ca. 17,5 Mio Menschen jährlich nachweislich an Erkrankungen sterben, die auf Feinstaub zurückzuführen sind, lies ihn diesbezüglich sehr viel genauer hinsehen und forschen. Inzwischen ist für Prof. Haverich erwiesen und von namhaften anderen Kapazitäten auch anerkannt, das dieser “äußerliche Einfluss” auf jeden Fall Mitverursacher sein kann für Infarkte und Schlaganfälle (als Folge von Arteriosklerose).

Gehen Sie zur Grippe-Schutzimpfung!

“Aha-Erlebnis Nr.2” des Lions Abends folgte unmittelbar: “Gehen Sie zur Grippe-Schutzimpfung!“. Prof. Haverich fand in seinen Studien ebenfalls heraus, dass auch äußerliche Einflüsse in Form von Infektionen Arteriosklerose und deren negative Effekte mit verursachen können. Die verschleppte Grippe oder die nicht abgeschlossene Zahnbehandlung, kann – so die erwiesene Schlussfolgerung – durchaus zu ernsthaften, bis zu lebensbedrohlichen Infekt Nachwirkungen über Arteriosklerose führen.

Herzinfarkt – Zivilisationskrankheit?

Mit dieser weit verbreiteten Annahme, dass es sich bei Herzinfarkten und Schlaganfällen um klassische Zivilisationskrankheiten handele, räumte der Mediziner Haverich ebenfalls auf und schlachtete damit “die nächste heilige Kuh”.

Wie seine Forschungen belegen können, gab es auch schon vor 4000 Jahren die heute verbreiteten Krankheitsbilder. In großen Forschungsteams wurden dazu Mumien mit modernste Verfahren untersucht und man konnte auch an diesen schon Verkalkungen (=Arteriosklerose) der Herzkranzgefäße feststellen.

Nach all diesen verblüffenden Erkenntnissen rutschte inzwischen der eine oder andere Zuhörer nervös auf dem Stuhl hin und her und fragte sich…

Was ist zu tun? Wie kann ich vorbeugen?

3 Dinge braucht der Mann…und die Frau ebenfalls!

  • Die Innenstädte müssen von Feinstaub befreit werden (Gruß an die Diesel Fahrer)
  • Ernährung möglichst mediterran
  • Sport / Bewegung wirkt (durchaus große) Wunder

Zum letzten Empfehlungspunkt erläuterte Prof. Haverich die sensationellen Ergebnisse einer Eigenstudie an der MHH. So trainierten eine größere Gruppe von Mitarbeitern täglich eine halbe Stunde und kamen dabei “einmal zum Schwitzen”.

Mit Hilfe von Zell-Alter-Untersuchungen nach einem halben Jahr konnte bei den Teilnehmern fundiert nachgewiesen werden, dass  deren biologisches Alter um über 10 Jahre gesunken war.

Sie wissen, was zu tun ist…       …vielleicht hilft ja auch (Rot)wein?

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