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Sieh hin und hilf!

Mehr als nur Manege: Hannovers Kinderzirkus Salto

Hier unterrichten die Jugendlichen selbst: Ein einzigartiges pädagogisches Modell

Wer an einen Kinderzirkus denkt, hat oft Bilder von Spaß, bunten Kostümen und den ersten wackeligen Versuchen auf dem Einrad im Kopf. Doch wer das Zelt des Zirkus Salto in Hannover betritt, merkt schnell, dass dieses Klischee hier an der Realität zerschellt. Er ist ein tiefgreifendes kulturelles und pädagogisches Projekt, das junge Menschen auf unerwartete Weise prägt. Was macht diesen Zirkus so besonders?

Im Zirkus Salto steht die klassische Hierarchie von Lehrer und Schüler auf dem Kopf. Ein zentrales Prinzip des Projekts ist, dass viele Trainingsdisziplinen von den jugendlichen Artisten selbst unterrichtet werden. So lernen die jüngeren Artisten direkt von den älteren, was eine ganz besondere Dynamik im Zirkuszelt erzeugt. Dieser Ansatz ist weit mehr als nur eine praktische Lösung. Er fördert aktiv die Verantwortungsübernahme und das Selbstvertrauen der Jugendlichen. In einer Kunstform, die auf absolutem Vertrauen basiert – in der ein Artist das Leben des anderen buchstäblich in den Händen hält – wird dieses Peer-to-Peer-Lehrmodell zu einer tiefgreifenden Übung im Knüpfen unzerbrechlicher Bande und situativer Führung.

Sich vor hunderten von Menschen in eine Zirkusmanege zu stellen, erfordert nicht nur technisches Können, sondern vor allem soziale und persönliche Stärke. Das Leben im Zirkus Salto verlangt den Kindern und Jugendlichen Energie, Ehrgeiz und ein gesundes Selbstvertrauen ab. Hier machen sie regelmäßig „Grenzerfahrungen“, die sie wachsen lassen.

Der Lionsclub Hannover unterstützt den Kinderzirkus Salto seit vielen Jahren. Die Förderung umfasst materielle Spenden sowie die Einbindung des Zirkus in Veranstaltungen, die vom Lionsclub unterstützt werden, z. B. beim Schulkulturfestival Walk’n Art.

Zuletzt wurden dem Zirkus vom Lionsclub sogenannte „Staffs“, 1,5 m lange LED-Leuchtstäbe zum Jonglieren gespendet.